Der Heinzelmännchenbrunnen

Wie war zu Köln es doch vordem
Mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul, man legte sich
Hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
Ehe man´s gedacht,
Die Männlein und schwärmten
Und klappten und lärmten,
Und rupften
Und zupften,
Und hüpften und trabten
Und putzten und schabten
Und eh ein Faulpelz noch erwacht,
War all sein Tagewerk - bereits gemacht!

Das komplette Gedicht

Der Heinzelmännchenbrunnen steht vor dem Brauhaus Früh, an der Straße Am Hof, zwischen Domhotel und Hohe Straße. Das Brunnendenkmal wurde 1899 vom Kölner Verschönerungsverein gestiftet. Anlass war der 100. Geburtstag des schlesischen Erfinders, Landschafts- und Historienmalers und Dichters August Kopisch (1799 -1853), der die Ballade von den Heinzelmännchen zu Köln verfasst hat.

Gestaltet wurde er von den Bildhauern Edmund und Heinrich Renard im Stil der volkstümlichen Gotik aus Sandstein und Schmiedeeisen. Für diese beiden, Vater und Sohn, war das doch sehr weltliche Thema des Brunnens etwas neues, denn sonst schufen sie religiöse Kunstwerke. Beide arbeiteten für die Dombauhütte.

Vor einigen Jahren wurde der Brunnen restauriert; dabei mußte die Figur der neugierigen Schneidersfrau durch eine Kopie ersetzt werden. Das Original befindet sich im Kölnischen Stadtmuseum. 2019 wurden auch die Reliefs ersetzt.

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Empfohlenes Alter: 6-10 Jahre, Begleitung durch Erwachsene erforderlich. Im Anschluss an die Führung können die Kinder mit Straßenkreide malen. Material stellen wir kostenlos zur Verfügung.

Max. 30 Personen

Dauer 1 – 1,5 Std.

Treffpunkt: Heinzelmännchenbrunnen, Am Hof

Gruppenpreis: € 145,-

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