Aktuelles

Tag des Offenen Denkmals in Köln am 12. und 13.09..2026

Museum Ludwig

De/Collecting Memories from Turtle Island

De/Collecting Memories from Turtle Island
Museum Lzdwig Köln
7. Februar - 8. Novembeer 2026

Erinnerungen sind fragil. Sie werden gesammelt, geteilt, überlagert oder ausgelöscht. Das elfte Projekt der Ausstellungsreihe HIER UND JETZT widmet sich den Prozessen des kollektiven Erinnerns und bezieht dabei Indigene Positionen aus Turtle Island – den heutigen USA – mit ein.
Im Zentrum steht die Werkgruppe Thirteen Moons der Künstlerin Marie Watt, Angehörige der Seneca Nation: dreizehn hängende Skulpturen aus unzähligen Zinnschellen, die berührt werden dürfen und durch die Berührung ein Rauschen erzeugen. Sie spielen auf den Jingle-Dress-Tanz der Ojibwe an, der um 1900 als Heilungsritual entstand und durch die US-Behörden lange verboten war. Für die Ausstellung arbeitete Watt mit der Jingle-Dress-Tänzerin Acosia Red Elk zusammen. Watts Skulpturen treffen auf um 1900 entstandene Fotochrome der Detroit Publishing Company aus der Sammlung des Museum Ludwig.

Hier finden Sie unser umfangreiches Rahmenprogramm


Kunstmuseum Villa Zanders

James Ensors fantastische Welten
Druckgraphik aus der Sammlung Quinensor
31.5.–15.11.2026

James Ensor, Der Pisser (Le Pisseur), 1887, Radierung, 14,5 x 10,5 cm, Sammlung Quinensor, Ostende.

James Ensor, einer der prägenden Wegbereiter der Moderne, entwickelte ab Mitte der 1880er Jahre eine facettenreiche Radierkunst, die bis heute fasziniert. Mit über 100 Radierungen, darunter zahlreiche handkolorierte Exemplare, spiegelt die Ausstellung die expressive Bildsprache und stilistische Vielfalt des Künstlers wider. Seine oft ironisch gebrochene Bildwelt, bevölkert von Masken, Grotesken und gesellschaftlichen Anspielungen, entzieht sich gängigen Stilzuordnungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Thematisch gegliedert lädt die Ausstellung dazu ein, Ensors künstlerischen Kosmos in seiner ganzen Vielfalt zu entdecken. Der Fokus liegt auf seinem druckgraphischen Schaffen, das sich in zwei Hauptphasen zwischen 1886–1889 und 1895–1899 entfaltete. Besondere Aufmerksamkeit wird der Praxis des Kolorierens gewidmet, die den Bildsinn seiner Werke intensivierte. Ein weiterer Akzent liegt auf Ensors politischem Engagement, das bisher wenig beleuchtet wurde.

Die Präsentation basiert auf einer umfangreichen Privatsammlung, die in den letzten 25 Jahren in Ensors Heimatstadt Ostende zusammengetragen wurde. Sie bietet dem Publikum die seltene Gelegenheit, einen tiefen Einblick in das druckgraphische Œuvre Ensors zu gewinnen und seine künstlerische Entwicklung nachzuvollziehen.

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Kölner Museumsnacht 7. November 2026