{"id":273,"date":"2021-02-27T11:13:04","date_gmt":"2021-02-27T10:13:04","guid":{"rendered":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/?page_id=273"},"modified":"2024-07-26T12:32:59","modified_gmt":"2024-07-26T10:32:59","slug":"agrippina","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/agrippina\/","title":{"rendered":"Agrippina"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Agrippina.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Agrippina-225x300.jpg\" alt=\"Agrippina-Statue am Ratsturm\" class=\"wp-image-274\" srcset=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Agrippina-225x300.jpg 225w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Agrippina-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Agrippina-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Agrippina.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 85vw, 225px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Statue der Agrippina als Vestalin am K\u00f6lner Ratsturm. <br>Bildhauer: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heribert_Calleen\" target=\"_blank\">Heribert Calleen<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Agrippina ist die erste bedeutende K\u00f6lnerin, von der wir wissen, und hat ein sehr bewegtes Leben gehabt, das nicht ohne Einflu\u00df auf ihren Geburtsort, damals noch Oppidum Ubiorum &#8211; Stadt der Ubier &#8211; genannt, blieb. Sie hat wohl nur drei oder vier Jahre hier verbracht, ehe ihre Mutter sie mit nach Rom nahm. <\/p>\n\n\n<div class='yrm-content yrm-content-1 yrm-content-hide  ' id='yrm-vF4t7' data-id='1' data-show-status='false' data-after-action='' style=\"visibility: hidden;height: 0;\">\n\t\t\t<div id='yrm-inner-content-yrm-vF4t7' class='yrm-inner-content-wrapper yrm-cntent-1'><\/p>\n\n\n<p>Schon mit zw\u00f6lf galt ein M\u00e4dchen bei den R\u00f6mern als heiratsf\u00e4hig. Der Stand der Ehelosigkeit war f\u00fcr Frauen verp\u00f6nt. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, da\u00df auch Agrippina nach ihrem 13. Lebensjahr verheiratet wurde, und zwar mit dem etwa drei\u00dfig Jahre \u00e4lteren und entfernt mit ihr verwandten Domitius Ahenobarbus. Dabei handelte es sich mit ziemlicher Sicherheit nicht gerade um eine Liebesheirat. Nach neun Jahren Ehe bekam sie einen Sohn. Man sollte nun meinen, da\u00df der Vater dar\u00fcber hocherfreut gewesen w\u00e4re. Der Geschichtsschreiber Tacitus, der allerdings rund hundert Jahre nach Agrippina gelebt hat und deshalb dies alles auch nur aus Erz\u00e4hlungen anderer kannte, berichtet jedoch, Domitius Ahenobarbus habe gesagt, da\u00df aus einer Beziehung zwischen ihm und seiner Frau kein anst\u00e4ndiger Mensch hervorgehen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 37 gelangte Agrippinas Bruder Caligula an die Macht und \u00fcberh\u00e4ufte in der Folge Agrippina und ihre beiden Schwestern mit Ehrungen. Unter anderem wurden sie zu Vestalinnen erhoben, was f\u00fcr viele R\u00f6mer ein Skandal war, da von den Vestalinnen Tugendhaftigkeit und Jungfr\u00e4ulichkeit verlangt wurden. Nicht nur, da\u00df Agrippina keine Jungfrau mehr, sondern verheiratet und Mutter war. Was ihre Moral betraf, so stand sie wohl generell nicht gerade im besten Ruf. Und ausgerechnet eine solche Frau wurde zur Vestalin erhoben! Doch damit nicht genug: die drei Schwestern wurden au\u00dferdem in den Eid, die Gel\u00fcbde und Opfer der Soldaten und Magistrate aufgenommen, so da\u00df diese auch ihnen gegen\u00fcber eine Verpflichtung hatten &#8211; so etwas hatte es noch nie gegeben! Dar\u00fcberhinaus lie\u00df Caligula seine Schwestern auf der R\u00fcckseite r\u00f6mischer M\u00fcnzen als G\u00f6ttinnen darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber schon im Jahr 39 kam erst einmal das j\u00e4he Ende: Agrippina wurde angeklagt, einen Komplott gegen ihren Bruder geschmiedet zu haben, und zur Strafe auf die pontischen Inseln verbannt. Au\u00dferdem wurde ihr nicht unbetr\u00e4chtliches Verm\u00f6gen eingezogen. Ursache f\u00fcr die Verschw\u00f6rung war der immer deutlicher zu Tage tretende Wahnsinn Caligulas. Da nach r\u00f6mischem Recht ein Kaiser nicht abgesetzt werden konnte, blieb nur ein Mittel \u00fcbrig: Mord. Doch das Komplott wurde entdeckt und Agrippina verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich h\u00e4tte man erwarten k\u00f6nnen, da\u00df die Verbannung ihr politisches und gesellschaftliches Ende bedeuten w\u00fcrde. Aber 41 wurde Caligula doch noch ermordet, und Claudius, ihr Onkel und neuer Kaiser Roms, holte sie noch im selben Jahr zur\u00fcck und erstattete ihr Verm\u00f6gen zur\u00fcck. Da ihr erster Mann inzwischen verstorben war, heiratete sie nun erneut, und zwar Passienus Crispus, einen Konsul und Million\u00e4r, der schon bald verstarb (b\u00f6se Zungen behaupten, sie sei daran nicht ganz unschuldig gewesen . . .) und ihr ein gro\u00dfes Verm\u00f6gen hinterlie\u00df. Da der Witwenstand als unerw\u00fcnscht galt, sah Agrippina sich nach einem neuen Mann um. Dabei fiel ihr Auge auf ihren Onkel Claudius, der selber zu dieser Zeit Witwer war, da seine auf Grund ihrer Ausschweifungen bei fast allen verha\u00dfte Frau Messalina von seinen eigenen Vertrauten umgebracht worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Claudius war jedoch Agrippinas Onkel, und eine Heirat somit auch nach r\u00f6mischem Recht ausgeschlossen. Da der Kaiser einer Heirat mit seiner Nichte allerdings nicht abgeneigt war, erwies es sich als ein leichtes, per Senatsbeschlu\u00df eine entsprechende Gesetzes\u00e4nderung zu erwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 49 heirateten die beiden. Agrippina hatte damit die h\u00f6chste Position erreicht, die eine r\u00f6mische Frau erreichen konnte: sie war Kaiserin. Allerdings existierte diese Stellung, rechtlich gesehen, gar nicht. Rechtlich war sie nur die Frau des Kaisers, der zwar gewisse Ehrungen zukamen, die aber im Staat und in der Politik nichts zu sagen und keinerlei Aufgaben hatte. Aufgrund ihres enormen Ehrgeizes gelang es ihr trotzdem schon bald, ihre eigentlich machtlose Rolle mit Privilegien und Sonderrechten zu festigen, wie sie vor ihr noch keiner Frau im r\u00f6mischen Reich je zugestanden worden waren. Sie nahm den Titel &#8222;Augusta&#8220; an, der ein Beiname der G\u00f6ttin Juno war und noch nie zuvor einer lebenden Frau verliehen worden war. Sie nahm das Recht f\u00fcr sich in Anspruch, mit Wagen und Schiffen fahren zu d\u00fcrfen, obwohl Wagenfahrten innerhalb der Stadt nur den Vestalinnen erlaubt waren. Ihr Portr\u00e4t war auf r\u00f6mischen M\u00fcnzen zu sehen, ein Privileg, das man vorher nur bereits verstorbenen Frauen zuerkannt hatte. Eine Ehrenwache der Pr\u00e4torianer war f\u00fcr ihren Schutz zust\u00e4ndig, u. s. w.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Chronist berichtet, da\u00df sich ihr schlie\u00dflich niemand mehr entgegenzustellen gewagt habe, da sie gr\u00f6\u00dfere Macht als Claudius selbst besessen habe. Auch trat Claudius in der \u00d6ffentlichkeit stets gemeinsam mit Agrippina auf, und bei vielen Beschl\u00fcssen, die im Senat gefa\u00dft wurden, wu\u00dfte im Grunde jeder, da\u00df die Anregungen dazu von ihr gekommen waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich verschaffte sie im Jahr 50 ihrem Geburtsort das r\u00f6mische Stadtrecht und verlieh ihm sogar ihren Namen, was von den Machtbefugni\u00dfsen her auch nach au\u00dfen hin eine Gleichstellung mit ihrem Mann bedeutete. Die Benennung von St\u00e4dten nach Frauen war zwar aus dem hellenistischen Bereich bekannt, bei den R\u00f6mern aber nicht \u00fcblich. Und hier wurde nicht etwa irgendeiner Stadt, sondern einer r\u00f6mische Kolonie, einem Abbild Roms im Kleinen, der Name einer Frau verliehen! K\u00f6ln durfte sich von da an &#8222;Colonia Claudia Ara Agrippinensium&#8220; &#8211; &#8222;Claudische Kolonie mit einem Altar der Agrippinenser&#8220; &#8211; nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich schaffte Agrippina es auch noch, da\u00df ihr eigener Sohn aus erster Ehe, L. Domitius Ahenobarbus, der unter dem Namen Nero bekannt (und ber\u00fcchtigt) werden sollte, als Thronfolger dem Sohn des Claudius, Britannicus, vorgezogen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist um so erstaunlicher, als es eigentlich f\u00fcr Claudius keinen vern\u00fcnftigen Grund gab, sich diesem Wunsch Agrippinas zu beugen. Nero war nur vier Jahre \u00e4lter als Britannicus und bot auch von seiner Pers\u00f6nlichkeit her keinerlei Vorz\u00fcge. Eher im Gegenteil. Trotzdem adoptierte Claudius Nero sogar. Britannicus hingegen wurde v\u00f6llig in den Hintergrund gedr\u00e4ngt.<br>\u00dcbrigens scheint sich Agrippina schon zu diesem Zeitpunkt des problematischen und brutalen Charakters Neros bewu\u00dft gewesen zu sein, hoffte aber wohl noch, ihn beherrschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man sich vorstellen kann, war nicht jeder begeistert von dem Entschlu\u00df des Kaisers, und es gab auch Versuche, ihn umzustimmen. Als einer dieser Vorst\u00f6\u00dfe im Jahr 54 Erfolg zu zeigen begann, handelte Agrippina, wenn man der Darstellung von Tacitus glauben darf, schnell. Mit Hilfe Lucustas, einer ber\u00fcchtigten Giftmischerin, lie\u00df sie Claudius umbringen. Das war allerdings nicht ganz so einfach, denn Claudius hatte das pr\u00e4parierte Pilzgericht zu hastig hinuntergeschlungen und deshalb erbrochen. Die im K\u00f6rper verbliebene Giftmenge reichte nicht mehr, um ihn zu t\u00f6ten. Da half der rasch hinzugezogene Leibarzt mit einer vergifteten Pfauenfeder nach, die er in den Hals des Kaisers einf\u00fchrte, angeblich, um einen weiteren Brechanfall herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gilt allerdings als umstritten, ob diese Darstellung des Tacitus den Tatsachen entspricht und Agrippina tats\u00e4chlich Schuld am Tod ihres Mannes tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der \u00dcbernahme der Staatsgesch\u00e4fte durch Nero gab es keinerlei Probleme. Die erste Losung, die er seinen Pr\u00e4torianern gab, lautete &#8222;Optima mater!&#8220; (&#8222;Die beste Mutter!&#8220;). Agrippina wurde sogar zur Priesterin des verg\u00f6ttlichten Claudius erhoben. Und so sind Agrippina und Nero als viertes Portr\u00e4tpaar zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten anderthalb Jahre scheint nun Agrippina die beherrschende Rolle gespielt zu haben, denn der bei der Amts\u00fcbernahme erst 17 Jahre alte Nero war offensichtlich zu diesem Zeitpunkt weder bereit noch in der Lage, die ganze Last seines Amtes zu tragen. So sieht man auch bei den offiziellen Reichsm\u00fcnzen dieser Zeit auf der Vorderseite ein Doppelportr\u00e4t von Mutter und Sohn mit der Inschrift Agrippina Aug. divi Claud., Neronis Caes. mater. Die Bennennung Agrippinas mit dem Ehrentitel Augusta gegen\u00fcber dem simplen Caesar bei Nero kann als Zeichen ihrer Dominanz interpretiert werden.<br>Senatssitzungen fanden nun im Palast statt, wo Agrippina zumindest hinter einem Vorhang verborgen den Verhandlungen folgen konnte. So konnte sie die Staatsgesch\u00e4fte f\u00fchren, ohne nach au\u00dfen hin die Grenzen der Schicklichkeit g\u00e4nzlich zu \u00fcberschreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich sicher unschwer vorstellen, da\u00df viele R\u00f6mer aber auch massive Probleme mit diesem &#8222;Frauenregiment&#8220; hatten. Die Folge war, da\u00df versucht wurde, Agrippina aus ihrer m\u00fchsam erk\u00e4mpften Machtposition zu dr\u00e4ngen.<br>Auch Seneca, der Lehrer Neros, dr\u00e4ngte seinen Sch\u00fcler, sich vom Einflu\u00df der Mutter zu emanzipieren. Mit Erfolg, denn schon 55 kam es zum Bruch zwischen Mutter und Sohn. Als die emp\u00f6rte Agrippina daraufhin drohte, Britannicus zum Gegenspieler Neros aufzubauen, reagierte der so, wie die Geschichte (und vielleicht auch seine Mutter?) es ihn gelehrt hatten: er lie\u00df Britannicus ermorden. Agrippina selber wurde nun auch \u00e4u\u00dferlich aus dem Kreis der Macht entfernt: sie mu\u00dfte in einen anderen Palast umziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die letzten vier Lebensjahre Agrippinas ist wenig bekannt. Es gibt Ger\u00fcchte, da\u00df sie noch ein letztes Mal versucht haben soll, Nero an sich zu binden, und zwar durch ein inzestu\u00f6ses Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dem auch sei, 59 versuchte Nero, seine Mutter endg\u00fcltig loszuwerden. Er griff dabei unter anderem zu einer recht bizarren Methode. Er lie\u00df ein Schiff bauen, das gewisserma\u00dfen &#8222;auf Knopfdruck&#8220; mitten auf dem Meer in zwei Teile zerfallen und direkt sinken sollte. Dank eines technischen Fehlers \u00fcberlebte Agrippina. Weitere Mordversuche, die alle nach Unf\u00e4llen aussehen sollten, folgten, schlugen aber ebenso fehl. Schlie\u00dflich griff Nero zu einer konventionelleren Methode. Agrippinas Villa wurde umstellt und Neros Soldaten t\u00f6teten sie in ihrem Schlafzimmer mit dem Schwert. Dabei soll sie ihnen mit den Worten: &#8222;Triff den Leib!&#8220; (der Nero geboren hatte) den Bauch zugewendet haben. Ihr Andenken wurde daraufhin von Nero offiziell verflucht, ihr Geburtstag zum Ungl\u00fcckstag erkl\u00e4rt. Allerdings hatte er seinem eigenen Ansehen dadurch erheblich Schaden zugef\u00fcgt, da\u00df er sich nun den Vorwurf gefallen lassen mu\u00dfte, eines der schlimmsten denkbaren Verbrechen begangen zu haben: den Muttermord.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 37 gelangte Agrippinas Bruder Caligula an die Macht und \u00fcberh\u00e4ufte in der Folge Agrippina und ihre beiden Schwestern mit Ehrungen. Unter anderem wurden sie zu Vestalinnen erhoben, was f\u00fcr viele R\u00f6mer ein Skandal war, da von den Vestalinnen Tugendhaftigkeit und Jungfr\u00e4ulichkeit verlangt wurden. Nicht nur, da\u00df Agrippina keine Jungfrau mehr, sondern verheiratet und Mutter war. Was ihre Moral betraf, so stand sie wohl generell nicht gerade im besten Ruf. Und ausgerechnet eine solche Frau wurde zur Vestalin erhoben! Doch damit nicht genug: die drei Schwestern wurden au\u00dferdem in den Eid, die Gel\u00fcbde und Opfer der Soldaten und Magistrate aufgenommen, so da\u00df diese auch ihnen gegen\u00fcber eine Verpflichtung hatten &#8211; so etwas hatte es noch nie gegeben! Dar\u00fcberhinaus lie\u00df Caligula seine Schwestern auf der R\u00fcckseite r\u00f6mischer M\u00fcnzen als G\u00f6ttinnen darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber schon im Jahr 39 kam erst einmal das j\u00e4he Ende: Agrippina wurde angeklagt, einen Komplott gegen ihren Bruder geschmiedet zu haben, und zur Strafe auf die pontischen Inseln verbannt. Au\u00dferdem wurde ihr nicht unbetr\u00e4chtliches Verm\u00f6gen eingezogen. Ursache f\u00fcr die Verschw\u00f6rung war der immer deutlicher zu Tage tretende Wahnsinn Caligulas. Da nach r\u00f6mischem Recht ein Kaiser nicht abgesetzt werden konnte, blieb nur ein Mittel \u00fcbrig: Mord. Doch das Komplott wurde entdeckt und Agrippina verurteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich h\u00e4tte man erwarten k\u00f6nnen, da\u00df die Verbannung ihr politisches und gesellschaftliches Ende bedeuten w\u00fcrde. Aber 41 wurde Caligula doch noch ermordet, und Claudius, ihr Onkel und neuer Kaiser Roms, holte sie noch im selben Jahr zur\u00fcck und erstattete ihr Verm\u00f6gen zur\u00fcck. Da ihr erster Mann inzwischen verstorben war, heiratete sie nun erneut, und zwar Passienus Crispus, einen Konsul und Million\u00e4r, der schon bald verstarb (b\u00f6se Zungen behaupten, sie sei daran nicht ganz unschuldig gewesen . . .) und ihr ein gro\u00dfes Verm\u00f6gen hinterlie\u00df. Da der Witwenstand als unerw\u00fcnscht galt, sah Agrippina sich nach einem neuen Mann um. Dabei fiel ihr Auge auf ihren Onkel Claudius, der selber zu dieser Zeit Witwer war, da seine auf Grund ihrer Ausschweifungen bei fast allen verha\u00dfte Frau Messalina von seinen eigenen Vertrauten umgebracht worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Claudius war jedoch Agrippinas Onkel, und eine Heirat somit auch nach r\u00f6mischem Recht ausgeschlossen. Da der Kaiser einer Heirat mit seiner Nichte allerdings nicht abgeneigt war, erwies es sich als ein leichtes, per Senatsbeschlu\u00df eine entsprechende Gesetzes\u00e4nderung zu erwirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 49 heirateten die beiden. Agrippina hatte damit die h\u00f6chste Position erreicht, die eine r\u00f6mische Frau erreichen konnte: sie war Kaiserin. Allerdings existierte diese Stellung, rechtlich gesehen, gar nicht. Rechtlich war sie nur die Frau des Kaisers, der zwar gewisse Ehrungen zukamen, die aber im Staat und in der Politik nichts zu sagen und keinerlei Aufgaben hatte. Aufgrund ihres enormen Ehrgeizes gelang es ihr trotzdem schon bald, ihre eigentlich machtlose Rolle mit Privilegien und Sonderrechten zu festigen, wie sie vor ihr noch keiner Frau im r\u00f6mischen Reich je zugestanden worden waren. Sie nahm den Titel &#8222;Augusta&#8220; an, der ein Beiname der G\u00f6ttin Juno war und noch nie zuvor einer lebenden Frau verliehen worden war. Sie nahm das Recht f\u00fcr sich in Anspruch, mit Wagen und Schiffen fahren zu d\u00fcrfen, obwohl Wagenfahrten innerhalb der Stadt nur den Vestalinnen erlaubt waren. Ihr Portr\u00e4t war auf r\u00f6mischen M\u00fcnzen zu sehen, ein Privileg, das man vorher nur bereits verstorbenen Frauen zuerkannt hatte. Eine Ehrenwache der Pr\u00e4torianer war f\u00fcr ihren Schutz zust\u00e4ndig, u. s. w.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Chronist berichtet, da\u00df sich ihr schlie\u00dflich niemand mehr entgegenzustellen gewagt habe, da sie gr\u00f6\u00dfere Macht als Claudius selbst besessen habe. Auch trat Claudius in der \u00d6ffentlichkeit stets gemeinsam mit Agrippina auf, und bei vielen Beschl\u00fcssen, die im Senat gefa\u00dft wurden, wu\u00dfte im Grunde jeder, da\u00df die Anregungen dazu von ihr gekommen waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich verschaffte sie im Jahr 50 ihrem Geburtsort das r\u00f6mische Stadtrecht und verlieh ihm sogar ihren Namen, was von den Machtbefugni\u00dfsen her auch nach au\u00dfen hin eine Gleichstellung mit ihrem Mann bedeutete. Die Benennung von St\u00e4dten nach Frauen war zwar aus dem hellenistischen Bereich bekannt, bei den R\u00f6mern aber nicht \u00fcblich. Und hier wurde nicht etwa irgendeiner Stadt, sondern einer r\u00f6mische Kolonie, einem Abbild Roms im Kleinen, der Name einer Frau verliehen! K\u00f6ln durfte sich von da an &#8222;Colonia Claudia Ara Agrippinensium&#8220; &#8211; &#8222;Claudische Kolonie mit einem Altar der Agrippinenser&#8220; &#8211; nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich schaffte Agrippina es auch noch, da\u00df ihr eigener Sohn aus erster Ehe, L. Domitius Ahenobarbus, der unter dem Namen Nero bekannt (und ber\u00fcchtigt) werden sollte, als Thronfolger dem Sohn des Claudius, Britannicus, vorgezogen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist um so erstaunlicher, als es eigentlich f\u00fcr Claudius keinen vern\u00fcnftigen Grund gab, sich diesem Wunsch Agrippinas zu beugen. Nero war nur vier Jahre \u00e4lter als Britannicus und bot auch von seiner Pers\u00f6nlichkeit her keinerlei Vorz\u00fcge. Eher im Gegenteil. Trotzdem adoptierte Claudius Nero sogar. Britannicus hingegen wurde v\u00f6llig in den Hintergrund gedr\u00e4ngt.<br>\u00dcbrigens scheint sich Agrippina schon zu diesem Zeitpunkt des problematischen und brutalen Charakters Neros bewu\u00dft gewesen zu sein, hoffte aber wohl noch, ihn beherrschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man sich vorstellen kann, war nicht jeder begeistert von dem Entschlu\u00df des Kaisers, und es gab auch Versuche, ihn umzustimmen. Als einer dieser Vorst\u00f6\u00dfe im Jahr 54 Erfolg zu zeigen begann, handelte Agrippina, wenn man der Darstellung von Tacitus glauben darf, schnell. Mit Hilfe Lucustas, einer ber\u00fcchtigten Giftmischerin, lie\u00df sie Claudius umbringen. Das war allerdings nicht ganz so einfach, denn Claudius hatte das pr\u00e4parierte Pilzgericht zu hastig hinuntergeschlungen und deshalb erbrochen. Die im K\u00f6rper verbliebene Giftmenge reichte nicht mehr, um ihn zu t\u00f6ten. Da half der rasch hinzugezogene Leibarzt mit einer vergifteten Pfauenfeder nach, die er in den Hals des Kaisers einf\u00fchrte, angeblich, um einen weiteren Brechanfall herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gilt allerdings als umstritten, ob diese Darstellung des Tacitus den Tatsachen entspricht und Agrippina tats\u00e4chlich Schuld am Tod ihres Mannes tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der \u00dcbernahme der Staatsgesch\u00e4fte durch Nero gab es keinerlei Probleme. Die erste Losung, die er seinen Pr\u00e4torianern gab, lautete &#8222;Optima mater!&#8220; (&#8222;Die beste Mutter!&#8220;). Agrippina wurde sogar zur Priesterin des verg\u00f6ttlichten Claudius erhoben. Und so sind Agrippina und Nero als viertes Portr\u00e4tpaar zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten anderthalb Jahre scheint nun Agrippina die beherrschende Rolle gespielt zu haben, denn der bei der Amts\u00fcbernahme erst 17 Jahre alte Nero war offensichtlich zu diesem Zeitpunkt weder bereit noch in der Lage, die ganze Last seines Amtes zu tragen. So sieht man auch bei den offiziellen Reichsm\u00fcnzen dieser Zeit auf der Vorderseite ein Doppelportr\u00e4t von Mutter und Sohn mit der Inschrift Agrippina Aug. divi Claud., Neronis Caes. mater. Die Bennennung Agrippinas mit dem Ehrentitel Augusta gegen\u00fcber dem simplen Caesar bei Nero kann als Zeichen ihrer Dominanz interpretiert werden.<br>Senatssitzungen fanden nun im Palast statt, wo Agrippina zumindest hinter einem Vorhang verborgen den Verhandlungen folgen konnte. So konnte sie die Staatsgesch\u00e4fte f\u00fchren, ohne nach au\u00dfen hin die Grenzen der Schicklichkeit g\u00e4nzlich zu \u00fcberschreiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich sicher unschwer vorstellen, da\u00df viele R\u00f6mer aber auch massive Probleme mit diesem &#8222;Frauenregiment&#8220; hatten. Die Folge war, da\u00df versucht wurde, Agrippina aus ihrer m\u00fchsam erk\u00e4mpften Machtposition zu dr\u00e4ngen.<br>Auch Seneca, der Lehrer Neros, dr\u00e4ngte seinen Sch\u00fcler, sich vom Einflu\u00df der Mutter zu emanzipieren. Mit Erfolg, denn schon 55 kam es zum Bruch zwischen Mutter und Sohn. Als die emp\u00f6rte Agrippina daraufhin drohte, Britannicus zum Gegenspieler Neros aufzubauen, reagierte der so, wie die Geschichte (und vielleicht auch seine Mutter?) es ihn gelehrt hatten: er lie\u00df Britannicus ermorden. Agrippina selber wurde nun auch \u00e4u\u00dferlich aus dem Kreis der Macht entfernt: sie mu\u00dfte in einen anderen Palast umziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die letzten vier Lebensjahre Agrippinas ist wenig bekannt. Es gibt Ger\u00fcchte, da\u00df sie noch ein letztes Mal versucht haben soll, Nero an sich zu binden, und zwar durch ein inzestu\u00f6ses Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dem auch sei, 59 versuchte Nero, seine Mutter endg\u00fcltig loszuwerden. Er griff dabei unter anderem zu einer recht bizarren Methode. Er lie\u00df ein Schiff bauen, das gewisserma\u00dfen &#8222;auf Knopfdruck&#8220; mitten auf dem Meer in zwei Teile zerfallen und direkt sinken sollte. Dank eines technischen Fehlers \u00fcberlebte Agrippina. Weitere Mordversuche, die alle nach Unf\u00e4llen aussehen sollten, folgten, schlugen aber ebenso fehl. Schlie\u00dflich griff Nero zu einer konventionelleren Methode. Agrippinas Villa wurde umstellt und Neros Soldaten t\u00f6teten sie in ihrem Schlafzimmer mit dem Schwert. Dabei soll sie ihnen mit den Worten: &#8222;Triff den Leib!&#8220; (der Nero geboren hatte) den Bauch zugewendet haben. Ihr Andenken wurde daraufhin von Nero offiziell verflucht, ihr Geburtstag zum Ungl\u00fcckstag erkl\u00e4rt. Allerdings hatte er seinem eigenen Ansehen dadurch erheblich Schaden zugef\u00fcgt, da\u00df er sich nun den Vorwurf gefallen lassen mu\u00dfte, eines der schlimmsten denkbaren Verbrechen begangen zu haben: den Muttermord.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Text: \u00a9 <a href=\"mailto:ivy@cologneweb.com\">Yvonne Plum<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n<p><\/div>\n\t\t<\/div><div class='yrm-btn-wrapper yrm-btn-wrapper-1 yrm-more-button-wrapper  '\n\t\tdata-custom-more-class-name='' data-custom-less-class-name=''><span title='' data-less-title='' data-more-title='' class='yrm-toggle-expand  yrm-toggle-expand-1 ' data-rel='yrm-vF4t7' data-more='Mehr' data-less='Weniger'><span class='yrm-text-wrapper yrm-text-wrapper-custom-dimensions'><span class=\"yrm-button-text-1 yrm-button-text-span\">Mehr<\/span><\/span><\/span><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"tid6\">K\u00f6lner Frauen \u2013 starke Frauen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein \u00fcberraschender Ausflug in die Vergangenheit \u2013 nicht nur f\u00fcr Frauen!<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/insidecologne.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5483-scaled.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/insidecologne.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_5483-224x300.jpg\" alt=\"Der K\u00f6lner Frauenbrunnen An Farina\" class=\"wp-image-2618\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der K\u00f6lner Frauenbrunnen<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-light-gray-background-color has-background\">Entgegen allgemeiner Vorstellungen beeinflussten Frauen auch schon von der R\u00f6merzeit bis ins 19. Jahrhundert die Stadtgeschichte. Die F\u00fchrung gew\u00e4hrt Einblicke in den weiblichen Teil der 2000-j\u00e4hrigen Stadthistorie, der in den Geschichtsb\u00fcchern bis heute meist zu kurz kommt. Denn wer h\u00e4tte schon gewusst, warum Kaiserin Agrippina K\u00f6ln zur Stadt erheben lie\u00df, wie die Hexenverfolgung hier ablief oder dass K\u00f6ln die einzige mittelalterliche Stadt war, in der es Frauenz\u00fcnfte gab?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Max. 25 Teilnehmer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Dauer: ca. 1,5 Std.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Treffpunkt: Zeughaus (ehem. K\u00f6lnisches Stadtmuseum), Zeughausstra\u00dfe 1-3<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Gruppenpreis: \u20ac 205,-<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-yellow-background-color has-background\"><a href=\"https:\/\/buchung.insidecologne.de\/de\/buchung?tid=6\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diese Veranstaltung (K\u00f6lner Frauen) anfragen oder buchen<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/insidecologne.de\/angebote\/koelner-stadtgeschichte\/\" target=\"_blank\">F\u00fchrungen zur Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/begraebnisse-im-fruehen-koeln\/\" data-type=\"page\" data-id=\"316\">Begr\u00e4bnisse im fr\u00fchen K\u00f6ln<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/eine-kurze-geschichte-der-stadt-koeln\/\" data-type=\"page\" data-id=\"131\">Eine kurze Geschichte der Stadt K\u00f6ln<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/chronik-der-stadt-koeln\/\" data-type=\"page\" data-id=\"115\">Chronik der Stadt K\u00f6ln<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/st-ursula-stadtpatronin-von-koeln\/\" data-type=\"page\">St. Ursula &#8211; Stadtpatronin von K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Agrippina ist die erste bedeutende K\u00f6lnerin, von der wir wissen, und hat ein sehr bewegtes Leben gehabt, das nicht ohne Einflu\u00df auf ihren Geburtsort, damals noch Oppidum Ubiorum &#8211; Stadt der Ubier &#8211; genannt, blieb. Sie hat wohl nur drei oder vier Jahre hier verbracht, ehe ihre Mutter sie mit nach Rom nahm. K\u00f6lner Frauen &hellip; <a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/agrippina\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eAgrippina\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-273","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=273"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4753,"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/273\/revisions\/4753"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}