{"id":131,"date":"2021-02-26T17:09:29","date_gmt":"2021-02-26T16:09:29","guid":{"rendered":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/?page_id=131"},"modified":"2024-07-26T12:36:30","modified_gmt":"2024-07-26T10:36:30","slug":"eine-kurze-geschichte-der-stadt-koeln","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/eine-kurze-geschichte-der-stadt-koeln\/","title":{"rendered":"Eine kurze Geschichte der Stadt K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Anf\u00e4nge K\u00f6lns &#8211; von der Ubierstadt zum Rom des Nordens<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Urspr\u00fcnge der Stadt K\u00f6ln finden sich in r\u00f6mischer Zeit. Die Geschichte der R\u00f6mer im Rheinland beginnt mit keinem Geringeren als Gaius Julius Caesar, der sich 58 v.Chr. vornahm, ganz Gallien zu erobern. Auf seinem Eroberungsfeldzug kam Caesar auch durch die Rheinlande, wo damals der keltisch-germanische Stamm der Eburonen lebte. Zun\u00e4chst unterwarfen sich die Eburonen den R\u00f6mern, aber im Winter 55\/54 v.Chr. erhoben sie sich pl\u00f6tzlich zusammen mit ihren Nachbarst\u00e4mmen zu einem Aufstand unter der F\u00fchrung ihres H\u00e4uptlings Ambiorix. Die Eburonen l\u00f6schten ein ganzes r\u00f6misches Winterlager mit anderthalb Legionen (ca. 9.000 Mann) an der unteren Maas aus. Caesar war au\u00dfer sich vor Wut. Er hob in Norditalien neue Legionen aus und kehrte mit insgesamt 10 Legionen in die Rheinlande zur\u00fcck, wo er einen Vernichtungsfeldzug gegen die Eburonen f\u00fchrte. Die Reste des zerschlagenen Stammes gab er der Beutegier der Nachbarst\u00e4mme preis. Danach war der Stamm der Eburonen aus der Geschichte verschwunden und das Rheinland weitgehend entv\u00f6lkert; Urwald und S\u00fcmpfe beherrschten die Landschaft. <\/p>\n\n\n<div class='yrm-content yrm-content-1 yrm-content-hide  ' id='yrm-z8mYt' data-id='1' data-show-status='false' data-after-action='' style=\"visibility: hidden;height: 0;\">\n\t\t\t<div id='yrm-inner-content-yrm-z8mYt' class='yrm-inner-content-wrapper yrm-cntent-1'><\/p>\n\n\n<p>Dies \u00e4nderte sich erst unter Marcus Vipsanius Agrippa, der von seinem Freund Oktavian, dem sp\u00e4teren Kaiser Augustus, 39 v.Chr. zum Statthalter f\u00fcr ganz Gallien eingesetzt wurde. Dazu geh\u00f6rte auch das von Caesar eroberte linksrheinische Germanien. 38 v.Chr. kam Agrippa ins Rheinland und veranla\u00dfte hier den Aufbau von dem, was man heute als Infrastruktur bezeichnen w\u00fcrde. Es wurden Rodungen durchgef\u00fchrt, Stra\u00dfen gebaut, Kastelle und Poststationen errichtet und schlie\u00dflich Siedlungen und Geh\u00f6fte angelegt. Dies konnte das r\u00f6mische Heer alleine nicht leisten. Man brauchte Menschen, die sich dauerhaft niederlie\u00dfen, das Land urbar machten und verteidigten. Besonders geeignet erschien ein r\u00f6merfreundlicher Germanenstamm, der auf der anderen Rheinseite lebte und bereits f\u00fcr Caesar Kundschafterdienste geleistet hatte &#8211; die Ubier. Diese waren an dem Angebot, das fruchtbare Rheinland zu besiedeln, stark interessiert, zumal sie von den nach Westen strebenden Sueben bedr\u00e4ngt wurden. Eine planm\u00e4\u00dfige Ansiedlung der Ubier in der K\u00f6lner Bucht fand wahrscheinlich erst nach Agrippas zweitem Aufenthalt als Statthalter, 19 v.Chr., statt. Ein Vertrag sicherte den Ubiern den Status von Bundesgenossen der R\u00f6mer zu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Stammeshauptstadt der Ubier<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Ubier ben\u00f6tigten einen zentralen Ort f\u00fcr ihr Stammesgebiet. Die Wahl fiel auf ein hochwasserfreies Plateau am Rhein, welches sich gut verteidigen lie\u00df und au\u00dferdem einen nat\u00fcrlichen, durch eine Rheininsel gesch\u00fctzten Hafen besa\u00df. Die Rheininsel entspricht etwa der heutigen Altstadt, der Rheinarm flo\u00df dort, wo sich heute Altermarkt und Heumarkt erstrecken. Auf der Treppe, die neben dem Rathausturm zum Altermarkt herunterf\u00fchrt, kann man den Niveauunterschied zwischen Plateau und Rheinarm heute noch nachempfinden. Wann das <em>oppidum Ubiorum<\/em>, was soviel hei\u00dft wie &#8222;umwallte Siedlung der Ubier&#8220;, angelegt wurde, ist unbekannt. Die \u00e4ltesten arch\u00e4ologischen Zeugnisse reichen aber nur wenig \u00fcber die Zeitenwende hinaus, so da\u00df grob von einer Entstehung um 1 v.Chr. ausgegangen werden kann. Die zentrale Siedlung der Ubier an der Stelle des heutigen K\u00f6ln nahm einen raschen Aufstieg als regionale Hauptstadt und Veteranenkolonie.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die gescheiterte Vision einer Provinz Gro\u00dfgermanien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Kaiser Augustus plante die Errichtung einer Provinz <em>Germania Magna<\/em> &#8211; Gro\u00dfgermanien &#8211; , die sich weit \u00fcber den Rhein bis an die Elbe erstrecken sollte, und als deren Hauptstadt K\u00f6ln vorgesehen war. Ab 12 v.Chr. haben die r\u00f6mischen Truppen unter dem Befehl von Drusus dem \u00c4lteren und Tiberius die kaiserlichen Pl\u00e4ne in die Tat umgesetzt, den germanischen Raum bis zur Elbe erobert und ihn durch Stra\u00dfen und Kastelle erschlossen. Die R\u00f6mer waren unter dem Statthalter Publius Quinctilius Varus bereits damit besch\u00e4ftigt, das scheinbar befriedete Gebiet zu kolonialisieren, als bei einem Aufstand der Cherusker im \u00f6stlichen Germanien 9 n.Chr. drei Legionen (ca 18.000 Mann) in der sogenannten Schlacht im Teutoburger Wald untergingen. Varus beging Selbstmord. Der entsetzte Augustus sandte seinen Stiefsohn und sp\u00e4teren Nachfolger Tiberius, um zumindest zu verhindern, da\u00df die aufst\u00e4ndischen Germanen in das befriedete Gallien einbrechen &#8211; eine f\u00fcr die R\u00f6mer alptraumhafte Vorstellung. Der Rhein wurde nach dieser Katastrophe zur dauerhaften Grenze des R\u00f6mischen Reiches gegen\u00fcber dem germanischen Raum.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/agrippina\/\" data-type=\"page\" data-id=\"273\">Agrippina die J\u00fcngere<\/a><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Beim Tod des Augustus 14 n.Chr. brachen unter den beiden bei der Ubierstadt stationierten Legionen Unruhen aus, die jedoch durch den Statthalter und Feldherrn Germanicus, einem Neffen des neuen Kaisers Tiberius, unterdr\u00fcckt wurden. Seine Gemahlin, Agrippina die \u00c4ltere, gebar ihm ein Jahr sp\u00e4ter, am 6. November 15 n.Chr., im <em>oppidum Ubiorum<\/em> eine Tochter, die als Agrippina die J\u00fcngere in die Geschichte eingehen sollte. Ihr Gro\u00dfvater m\u00fctterlicherseits war kein geringerer als Marcus Vipsanius Agrippa. Agrippina die J\u00fcngere wurde mit 13 Jahren im Rom zum ersten Mal verheiratet. Nachdem sie zwei verm\u00f6gende Ehem\u00e4nner und die Verbannung durch ihren Bruder, Kaiser Caligula. 39 n.Chr. \u00fcberlebt hatte, griff die sowohl reiche als auch attraktive und ehrgeizige Witwe nach der h\u00f6chsten W\u00fcrde: sie heiratete 49 n.Chr. ihren Onkel, Kaiser Claudius, wof\u00fcr extra die r\u00f6mischen Ehegesetze ge\u00e4ndert wurden. 50 n.Chr. erhielt Agrippina als erste Gemahlin eines Kaisers den Ehrentitel Augusta, und ihr Sohn aus erster Ehe, der sp\u00e4tere Kaiser Nero, wurde von Claudius adoptiert und heiratete dessen Tochter aus erster Ehe. Agrippina die J\u00fcngere erlangte eine f\u00fcr eine Kaiserin au\u00dfergew\u00f6hnliche Machtstellung und um dies auch im Reich zu demonstrieren, veranla\u00dfte sie ihren Gemahl 50 n.Chr., ihre Geburtsstadt, das <em>oppidum Ubiorum<\/em>, zu einer Kolonie r\u00f6mischen Rechts zu erheben, die fortan den klangvollen Namen <em>Colonia Claudia Ara Agrippinensium<\/em> f\u00fchrte. <em>Colonia<\/em> bedeutet Kolonie r\u00f6mischen Rechts, <em>Claudia<\/em> weist auf Kaiser Claudius hin, <em>Ara<\/em> steht f\u00fcr einen zentralen Altar und <em>Agrippinensium<\/em> ist der Hinweis auf Agrippina. Sp\u00e4ter hat Agrippina ihren Gatten Kaiser Claudius &#8211; jedenfalls sind sich die Quellen einig &#8211; vergiftet, damit ihr Sohn aus erster Ehe, Nero, Kaiser wird. Da dieser erst 17 Jahre alt war, \u00fcbernahm Agrippina zun\u00e4chst die Regierungsgesch\u00e4fte. Doch es kam zu einer Entfremdung zwischen Nero und seiner Mutter, die darin gipfelte, da\u00df er sie 54 n.Chr. umbringen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Topographie der r\u00f6mischen K\u00f6ln<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"224\" height=\"300\" src=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-224x300.jpg\" alt=\"Torbogen des r\u00f6mischen Nordtors\" class=\"wp-image-373\" srcset=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-224x300.jpg 224w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-765x1024.jpg 765w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-768x1028.jpg 768w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-1147x1536.jpg 1147w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-1530x2048.jpg 1530w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-1200x1607.jpg 1200w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_5261-scaled.jpg 1912w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 85vw, 224px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Torbogen des r\u00f6mischen Nordtors<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nach ihrer Erhebung zur Kolonie erhielt die Stadt 50 bis 70 n.Chr. eine riesige Stadtmauer von ca. 8 Metern H\u00f6he und 2,40 Metern Dicke, die nicht nur die feindlichen Germanen auf der anderen Rheinseite von einem Angriff abhalten, sondern ihnen auch die Macht des Imperium Romanum vor Augen f\u00fchren sollte. Die Stadtmauer umfa\u00dfte etwa einen Quadratkilometer Fl\u00e4che, die durch zwei gro\u00dfe Hauptstra\u00dfen gegliedert wurde. Der <em>cardo maximus<\/em> verlief in Nord-S\u00fcd-Richtung und war Bestandteil der gro\u00dfen Heeresstra\u00dfe, die von der Nordsee \u00fcber Nimwegen, Xanten, K\u00f6ln und Mainz entlang des Rheins nach S\u00fcden f\u00fchrte. Der <em>decumanus maximus<\/em> &#8211; die Ost-West- Achse &#8211; stie\u00df senkrecht auf den <em>cardo maximus<\/em> und war das Ende einer Handelsstra\u00dfe ins Innere Galliens. Diese beiden Hauptstra\u00dfen pr\u00e4gen auch heute noch das Stadtbild von K\u00f6ln &#8211; der <em>cardo maximus<\/em> entspricht in etwa der Hohen Stra\u00dfe, der <em>decumanus maximus<\/em> der Schildergasse. Wo diese beiden Stra\u00dfen aufeinandertrafen, war das antike Forum, der zentrale Markt- und Versammlungsplatz der Stadt. Alle Stra\u00dfen des r\u00f6mischen K\u00f6ln verliefen parallel zu den beiden Hauptstra\u00dfen, so da\u00df sich ein Schachbrettmuster f\u00fcr das Stra\u00dfennetz ergab. Nur im S\u00fcden wich die Stadtmauer von der rechteckigen Stadtanlage ab, da sie dort dem Verlauf des Duffesbaches angepa\u00dft war. Bekannte \u00dcberreste der R\u00f6mermauer sind der R\u00f6merturm an der Zeughausstra\u00dfe und der kleine Seitenbogen des Nordtores auf der Domplatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Krise des Vier-Kaiser-Jahres<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>68 n.Chr. beging Agrippinas Sohn, Kaiser Nero, Selbstmord und kam damit seiner Ermordnung zuvor. Er war untragbar geworden; die Statthalter zahlreicher Provinzen hatten sich bereits erhoben. Da mit Neros Tod das julisch-claudische Kaiserhaus erlosch, stellte sich die Frage der Nachfolge. Der spanische Statthalter Galba errang mit Billigung des Senats die Kaiserw\u00fcrde, wurde aber im Januar 69 n.Chr. von seinem Konkurrenten Otho mit Hilfe der Pr\u00e4torianergarde beseitigt. Zeitgleich riefen in K\u00f6ln die in Germanien stationierten Legionen den Befehlshaber des niedergermanischen Heeres, Aulus Vitellius, zum Kaiser aus. Vitellius marschierte mit einem Gro\u00dfteil seiner Legionen nach Rom, um mit Otho um die Kaiserw\u00fcrde zu k\u00e4mpfen. W\u00e4hrend die Krise des sogenannten Vier-Kaiser-Jahres ihren Lauf nahm, erhob sich im Nordosten des Reiches der Germanenstamm der Bataver, der es angesichts der abgezogenen Legionen leicht hatten, die r\u00f6mische Herrschaft zu beseitigen. Das ubische K\u00f6ln schlo\u00df sich zun\u00e4chst den siegreichen Batavern an, wechselte aber wieder auf die r\u00f6mische Seite, als die Bataver die Beseitigung der Stadtmauer forderten. Vitellius besiegte derweil Otho und zog als Kaiser in Rom ein. Damit hatten jedoch die Donaulegionen und die Legionen des Ostens in \u00c4gypten und Syrien ein Problem, da sie bereits Otho anerkannt hatten und nun Nachteile bef\u00fcrchteten. Sie besiegten Vitellius und verhalfen ihren eigenen Kandidaten, Vespasian, auf den Kaiserthron. Dieser schlug den Aufstand der Bataver nieder und gr\u00fcndete die flavische Dynastie. Nach der Krise des Jahres 69 n.Chr. begann f\u00fcr das r\u00f6mische K\u00f6ln eine 190 Jahre andauernde Zeit des Friedens, in der es als r\u00f6mische Provinzhauptstadt und Handelsmetropole in voller Bl\u00fcte stand.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>K\u00f6ln als Hauptstadt der Provinz Niedergermanien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Unter Kaiser Domitian (81-96 n.Chr.) wurde der niedergermanische Milit\u00e4rbezirk zu der eigenst\u00e4ndigen r\u00f6mischen Provinz <em>Germania inferior<\/em> (&#8222;Niedergermanien&#8220;) umgewandelt, die sich im Norden bis zur Nordsee erstreckte und im S\u00fcden bis zum Vingstbach bei Remagen, der die Grenze zu Obergermanien bildete. K\u00f6ln wurde Sitz des vom Kaiser eingesetzten Statthalters von Niedergermanien und damit Hauptstadt der neugeschaffenen Provinz. Davon zeugen heute noch die Ausgrabungen des Pr\u00e4torium genannten Statthalterpalastes, welche unter dem neuen Rathaus zu besichtigen sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Die dem Oberkommando des Statthalters unterstehenden Legionen der Provinz Niedergermanien hatten ihre Lager bei Xanten (<em>Vetera II<\/em>) und Bonn. In K\u00f6ln waren keine Legionen stationiert, daf\u00fcr aber die r\u00f6mische Rheinflotte (Alteburger Flottenkastell im S\u00fcden der Stadt) und die Garde des Statthalters. Die Legion\u00e4re hatten eine 20j\u00e4hrige Dienstzeit und durften in dieser Zeit nicht heiraten. Sie waren aber in ihrer freien Zeit meist mit einer jungen Frau aus der einheimischen ubischen Bev\u00f6lkerung zusammen. Aus dieser Verbindung gingen auch oft Kinder hervor. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach ihrer Dienstzeit erhielten die Veteranen als eine Art Altersversorgung entweder ein Landgut in der N\u00e4he K\u00f6lns sowie ein Stadthaus oder 13 Jahresgeh\u00e4lter in H\u00f6he des letzten Solds. So abgesichert, heirateten sie oft ihre ubischen Frauen und lie\u00dfen sich mit ihrer Familie in der Veteranenkolonie K\u00f6ln nieder, zu deren Aufbl\u00fchen sie als b\u00fcrgerliche Schicht beitrugen. K\u00f6ln bot dabei alle Annehmlichkeiten einer r\u00f6mischen Provinzstadt. Es gab Badethermen und M\u00e4rkte; selbst ein Amphitheater f\u00fcr Theaterauff\u00fchrungen ist durch Quellen belegt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Verwaltung der Stadt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Stadtrat des r\u00f6mischen K\u00f6ln bestand aus 100 Dekurionen (Stadtr\u00e4ten), die zu den reichsten B\u00fcrgern der Stadt z\u00e4hlten und auf Lebenszeit ernannt waren. Man mu\u00dfte ein Mindestverm\u00f6gen von 100.000 Sesterzen und Landbesitz haben, um in dieses Gremium zu gelangen, wobei die Zugeh\u00f6rigkeit in den gro\u00dfen Familien der Stadt erblich war. <\/p>\n\n\n\n<p>Die vollj\u00e4hrigen m\u00e4nnlichen B\u00fcrger der Stadt w\u00e4hlten allj\u00e4hrlich aus der Mitte des Stadtrats die Magistrate der Stadt. Die st\u00e4dtischen \u00c4mter waren unbezahlte Ehren\u00e4mter, so da\u00df sie nur von Reichen wahrgenommen werden konnten, die aufgrund ihres Verm\u00f6gens nicht darauf angewiesen waren, sich t\u00e4glich durch Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Wohltaten f\u00fcr die Stadt aus eigener Tasche finanzieren konnten.<\/p>\n\n\n\n<p> An der Spitze des Magistrats standen zwei B\u00fcrgermeister (<em>duumviri<\/em>), die als Repr\u00e4sentanten der Stadt auch deren Gesch\u00e4fte besorgten. Die beiden Aedilen hingegen hatten die Bau- und Marktaufsicht inne, befehligten die Polizei und hatten f\u00fcr die Lebensmittelversorgung der Stadt zu sorgen. Zwei Quaestoren waren als Stadtk\u00e4mmerer f\u00fcr die Finanzen der Stadt zust\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wirtschaftsleben in r\u00f6mischer Zeit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bereits in r\u00f6mischer Zeit war K\u00f6ln eine Wirtschaftsmetropole, in der mehrere Fernhandelswege aufeinandertrafen und \u00fcber den Hafen an die Wasserstra\u00dfe Rhein angebunden wurden. Die gro\u00dfen Lagerhallen, die unter der Kirche Gro\u00df St.Martin ausgegraben wurden, zeugen vom Umfang des Handels. Exportg\u00fcter waren vor allem bemalte wei\u00dftonige Keramik, Glasprodukte und \u00d6llampen, die in Massenproduktion hergestellt wurden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die T\u00f6pferein, die im Bereich Rudolfplatz ausgegraben wurden, und Glash\u00fctten befanden sich wegen der Feuergefahr au\u00dferhalb der Stadt an den Ausfallstra\u00dfen. Besonders ber\u00fchmt war K\u00f6ln f\u00fcr seine kostbaren Glasgef\u00e4\u00dfe, die mit farbigen Glasf\u00e4den (Schlangenfadengl\u00e4ser) und farbigen Glastropfen (Nuppengl\u00e4ser) verziert oder kunstvoll graviert und geschliffen wurden, wie etwa die aus mehreren verschiedenfarbigen Glasschichten bestehenden Diatretgl\u00e4ser. <\/p>\n\n\n\n<p>Einer der Haupthandelspartner des r\u00f6mischen K\u00f6ln war Britannien. Au\u00dferdem wurde \u00fcber K\u00f6ln ein Gro\u00dfteil des Handels der R\u00f6mer mit den St\u00e4mmen des freien, unbesetzten Germaniens auf der anderen Seite des Rheins abgewickelt. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Umland K\u00f6lns wurde landwirtschaftlich genutzt. Gro\u00dfe r\u00f6mische Gutsh\u00f6fe, sogenannte <em>villae rusticae<\/em>, pr\u00e4gten die Landschaft. Im Zentrum einer solchen Gutsanlage lag das villenartige Herrenhaus des Gutsbesitzers, dem ein Wirtschaftshof vorgelagert war, um den sich Stallungen, Scheunen, Vorratsr\u00e4ume, Gesindeh\u00e4user und G\u00e4rten gruppierten. Gutsbesitzer war meist ein ausgedienter Soldat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>G\u00f6tter und Kulte &#8211; Religion im Rom des Nordens<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Als Provinzhauptstadt war K\u00f6ln auch ein religi\u00f6ses Zentrum. Das Wort <em>ara<\/em> im Namen der Stadt weist auf einen Zentralaltar f\u00fcr Roma &#8211; die weibliche Verk\u00f6rperung Roms &#8211; und den verg\u00f6ttlichten Kaiser Augustus hin. Nach dem Vorbild von Rom &#8211; wo auf dem Kapitolsh\u00fcgel der Tempel der h\u00f6chsten Staatsg\u00f6tter stand &#8211; gab es auch in K\u00f6ln einen Tempel f\u00fcr die kapitolinische G\u00f6ttertrias Jupiter, Juno und Minerva. <\/p>\n\n\n\n<p>Die G\u00f6tter entsprechen in der griechischen Mythologie dem G\u00f6ttervater Zeus, seiner Gemahlin Hera und seiner Tochter Pallas Athene, der G\u00f6ttin der Weisheit. An der Stelle des r\u00f6mischen Tempels steht heute die Kirche St. Maria im Kapitol. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein Marstempel ist f\u00fcr K\u00f6ln belegt, in dem das Schwert Caesars aufbewahrt wurde. Neben dem Pantheon der r\u00f6mischen Staatsg\u00f6ttern verbreiteten sich in der Sp\u00e4tzeit der Republik immer mehr die Mysterienreligionen des Orients, die besonders durch die Verhei\u00dfung des ewigen Lebens Zulauf erhielten. <\/p>\n\n\n\n<p>In K\u00f6ln l\u00e4\u00dft sich der Kult der Isis nachweisen, einer uralten \u00e4gyptischen G\u00f6ttin, die als Mutter des Falkengottes Horus, dessen Verk\u00f6rperung der Pharao ist, verehrt wurde und die Auferstehung ihres toten Bruders Osiris bewirkte. In den Kirchen St.Ursula und St.Gereon wurden eingemauerte Statuen von ihr gefunden. <\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls beliebt war Mithras, ein persischer Lichtgott, der den Menschen im Kampf gegen die M\u00e4chte der Finsternis und des B\u00f6sen half. Sein Kult war unter den Soldaten weit verbreitet und hatte viele \u00c4hnlichkeiten mit dem Christentum. <\/p>\n\n\n\n<p>Juden gab es ebenfalls in K\u00f6ln. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Christentum hat sich wahrscheinlich seit der ersten H\u00e4lfte des 3. Jh. in K\u00f6ln verbreitet. Der erste \u00fcberlieferte K\u00f6lner Bischof ist Maternus im Jahre 313. Die Lage seiner Bischofskirche ist jedoch unbekannt. Der \u00e4lteste Hinweis auf einen christlichen Versammlungsraum stammt aus dem Jahr 355. Etwa um 360 wurde dann eine der \u00e4ltesten christlichen Kirchen K\u00f6lns gebaut, St.Gereon. In ihr wurden die Christen der theb\u00e4ischen Legion verehrt, die vermutlich w\u00e4hrend der diokletianischen Christenverfolgung um 300 das M\u00e4rtyrium erlitten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wasser f\u00fcr K\u00f6ln<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-medium\"><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/roemische-wasserleitung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/roemische-wasserleitung-225x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-371\" srcset=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/roemische-wasserleitung-225x300.jpg 225w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/roemische-wasserleitung-768x1024.jpg 768w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/roemische-wasserleitung-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/roemische-wasserleitung.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 85vw, 225px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Teilst\u00fcck der r\u00f6mischen Wasserleitung<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zur Wasserversorgung der wachsenden Stadtbev\u00f6lkerung &#8211; in der Bl\u00fctezeit ca. 15.000 Einwohner in der Stadt und 5.000 Menschen im Umland &#8211; wurde kein Wasser aus dem Rhein genommen, denn dorthin wurden die Abw\u00e4sser und Abf\u00e4lle entsorgt. <\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst leitete man frisches Quellwasser aus dem nahegelegenen Vorgebirge (Gebiet H\u00fcrth\/Gleuel) in die Stadt. Als dies nicht mehr ausreichte, wurde im 1.Jh. n.Chr. eine ca. 95 km lange Wasserleitung vom Urftquellgebiet bei Nettersheim in der Eifel bis zur K\u00f6lner Stadtmauer gebaut. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Aqu\u00e4dukt versorgte das antike K\u00f6ln t\u00e4glich mit 24.000 m<sup>3<\/sup> frischem Quellwasser. Mit dem Wasser wurden durch ein weitverzweigtes Wasserleitungssystem die Brunnen und Thermen der Stadt versorgt. Dem Frischwassersystem stand ein System von vermutlich zehn parallel auf den Rhein zulaufenden Abwasserkan\u00e4len gegen\u00fcber, welche die Abw\u00e4sser durch \u00d6ffnungen in der Stadtmauer in den Rheinhafen leiteteten. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kaiser Trajan in K\u00f6ln<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Doch zur\u00fcck zur gro\u00dfen Politik. Am 27. Januar 98 n.Chr. erhielt Trajan, zugleich Statthalter der Provinzen Ober- und Niedergermanien, in K\u00f6ln die Nachricht vom Tode des Kaisers Nerva, der ihn 97 n.Chr. adoptiert hatte und als Caesar zu seinem Nachfolger bestimmt hatte. Interessanterweise wurde Trajan die Nachricht, da\u00df er Kaiser geworden war, von dem jungen Hadrian \u00fcberbracht, der sp\u00e4ter als Adoptivsohn sein Nachfolger werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das gallische Sonderreich 259-274 n. Chr.<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Zeit des Friedens endete im Jahre 259 n. Chr. mit einem Einfall von Franken in die niedergermanische Provinz. Als sie sich nach ihren Pl\u00fcnderungz\u00fcgen reich mit Beute beladen ins rechtsrheinische Germanien zur\u00fcckziehen wollten, gelang es dem Heerf\u00fchrer Postumus, ihnen die Beute wieder abzunehmen. Statt sie den Opfern zur\u00fcckzugeben, lie\u00df er sie unter seinen erfolgreichen Truppen verteilen. Silvanus, der als Berater des minderj\u00e4hrigen Kaisersohnes Saloninus die Provinz verwaltete, forderte die Herausgabe der Beute an den Sohn des Kaisers. Daraufhin kam es zu einem Aufstand der Truppen, die Postumus zum Kaiser ausriefen und Saloninus sowie Silvanus umbrachten. <\/p>\n\n\n\n<p>Postumus begr\u00fcndete ein gallisches Sonderreich, welches sich \u00fcber den germanischen Raum hinaus auf ganz Gallien, Britannien und Spanien ausweitete. K\u00f6ln war als Residenz des Postumus Hauptstadt dieses Reiches. Das ungew\u00f6hnliche an dieser Usurpation des Kaiserthrons war ihre lange Dauer von \u00fcber zehn Jahren. Die st\u00e4ndige Bedrohung des R\u00f6mischen Reiches von au\u00dfen hinderte jedoch den Kaiser in Rom, seine milit\u00e4rischen Kr\u00e4fte gegen das r\u00f6mische Sonderreich im Inneren einzusetzen, zumal das Reich des Postumus die Aufgabe der Germanenabwehr erf\u00fcllte. Der letzte Kaiser des Sonderreiches, Tetricus, unterwarf sich 274 Kaiser Aurelian, und das Gallische Sonderreich wurde wieder in das Imperium Romanum eingegliedert. Im gleichen Jahr wurde jedoch K\u00f6ln erstmals von einfallenden Germanen verw\u00fcstet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Konstantin, die erste Rheinbr\u00fccke und Bischof Maternus<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>310 n.Chr. kam Konstantin der Gro\u00dfe (306-337), der seit 306 n.Chr. als Kaiser im Westen des R\u00f6mischen Reiches f\u00fcr die Verteidigung der Rheingrenze zust\u00e4ndig war, nach K\u00f6ln und lie\u00df von den Soldaten der XXII.Legion eine feste Rheinbr\u00fccke aus Holz mit steinernen Strompfeilern errichten. Ihr rechtsrheinischer Br\u00fcckenkopf wurde durch das 150 qm gro\u00dfe Kastell Divitia gesichert, aus dem sich im Laufe der Jahrhunderte der Stadtteil Deutz entwickelte. Br\u00fccke und Kastell sollten eine schnelle Verlegung von Truppen auf die andere Rheinseite erm\u00f6glichen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Konstantinsbr\u00fccke war bereits um 400 verfallen und die letzte feste Rheinbr\u00fccke in K\u00f6ln bis 1855. Nachdem Konstantin der Gro\u00dfe 312 n.Chr. in Schlacht an der Milvischen Br\u00fccke bei Rom mit dem Monogramm Christi auf den Fahnen \u00fcber den Gegenkaiser Maxentius gesiegt hatte, erkl\u00e4rte er 313 n.Chr. im Mail\u00e4nder Toleranzedikt das Christentum zur erlaubten Religion. <\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Herbst 313 nahm Maternus, der erste belegte Bischof von K\u00f6ln, aufgrund einer Einladung Kaiser Konstantins an einer Synode in Rom teil, die sich mit der Irrlehre des Donatismus auseinandersetzte. Ein Jahr sp\u00e4ter nahm er an einer Synode in Arles teil. Auf Kaiser Konstantin gehen auch zwei Edikte zur\u00fcck, die Zeugnis dar\u00fcber ablegen, da\u00df es bereits in der Sp\u00e4tantike in K\u00f6ln eine wohlhabende j\u00fcdische Gemeinde gab. In dem Edikt von 321 n.Chr. wurde die Berufung von Juden in den Stadtrat erm\u00f6glicht. Das andere Edikt befreite hohe religi\u00f6se W\u00fcrdentr\u00e4ger von der Steuer. Deren Erw\u00e4hnung ist ein Hinweis darauf, da\u00df die j\u00fcdische Gemeinde bereits eine erhebliche Gr\u00f6\u00dfe hatte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Anfang vom Ende &#8211; die Krise des Jahres 355<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>355 n.Chr. erhob sich der fr\u00e4nkische Heeresmeister Silvanus, der die Aufgabe hatte, die r\u00f6mische Grenzverteidigung in Germanien zu organisieren, in K\u00f6ln zum Kaiser, was zu seiner baldigen Ermordung f\u00fchrte. Die feindlichen Franken nutzten das Machtvakuum und eroberten noch im gleichen Jahr das r\u00f6mische K\u00f6ln. Die Stadt wurde gepl\u00fcndert, verw\u00fcstet und teilweise zerst\u00f6rt. <\/p>\n\n\n\n<p>Bereits ein Jahr sp\u00e4ter, 356 n.Chr., gelang es jedoch dem Feldherrn Julian Apostata, ab 360 Kaiser, die Franken zu besiegen und wieder aus dem Rheinland zu vertreiben. Er lie\u00df das verw\u00fcstete K\u00f6ln teilweise wiederaufbauen und reorganisierte die Grenzverteidigung, doch von dem Schlag hat sich das r\u00f6mische K\u00f6ln nie mehr erholt. Es lebte fortan best\u00e4ndig unter dem Damoklesschwert eines erneuten Frankeneinfalls. Stilicho, germanischer Oberbefehlshaber der westr\u00f6mischen Truppen, zog 402 den Gro\u00dfteil der r\u00f6mischen Grenztruppen aus dem Rheinland ab, um Oberitalien gegen die Westgoten Alarichs zu verteidigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Damit lieferte er K\u00f6ln, das nur noch ein m\u00fchsam gehaltener r\u00f6mischer Vorposten am Rhein war, endg\u00fcltig den Germanen aus. 410 setzten sich die Franken in Deutz fest, 425 wird letztmalig ein r\u00f6mischer Statthalter in K\u00f6ln urkundlich erw\u00e4hnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Text: \u00a9 Oliver Mei\u00dfner 1997<\/p>\n\n\n<p><\/div>\n\t\t<\/div><div class='yrm-btn-wrapper yrm-btn-wrapper-1 yrm-more-button-wrapper  '\n\t\tdata-custom-more-class-name='' data-custom-less-class-name=''><span title='' data-less-title='' data-more-title='' class='yrm-toggle-expand  yrm-toggle-expand-1 ' data-rel='yrm-z8mYt' data-more='Mehr' data-less='Weniger'><span class='yrm-text-wrapper yrm-text-wrapper-custom-dimensions'><span class=\"yrm-button-text-1 yrm-button-text-span\">Mehr<\/span><\/span><\/span><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"tid9\">R\u00f6misches K\u00f6ln<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ober- und unterirdisch durch das Rom des Nordens, entlang der antiken Spuren, die noch heute das Stadtbild pr\u00e4gen<\/h3>\n\n\n<div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"224\" src=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-300x224.jpg\" alt=\"Nachbildung eines r\u00f6mischen Trinkwasserbrunnens mit Flussmaske an der r\u00f6mischen Hafenstra\u00dfe\" class=\"wp-image-377\" srcset=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-300x224.jpg 300w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-768x574.jpg 768w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-1536x1147.jpg 1536w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-2048x1530.jpg 2048w, https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_1948-1200x896.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nachbildung eines r\u00f6mischen Trinkwasserbrunnens mit Flussmaske an der r\u00f6mischen Hafenstra\u00dfe<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap has-light-gray-background-color has-background\">Als Provinzhauptstadt und St\u00fctzpunkt an der Grenze zum Barbarenland hatte die r\u00f6mische Colonia Claudia Ara Agrippinensium einen wichtigen Platz am \u00e4u\u00dfersten Ende des Imperium Romanum. Die F\u00fchrung erz\u00e4hlt von gro\u00dfen Pers\u00f6nlichkeiten der Antike, zeigt, wo ihre Spuren bis heute im Stadtbild zu finden sind, gibt Einblick in die milit\u00e4rische und wirtschaftliche Bedeutung K\u00f6lns zur R\u00f6merzeit und erz\u00e4hlt vom Alltag in einer r\u00f6mischen Provinzstadt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Max. 25 Teilnehmer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Dauer: ca. 1,5 Std.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Treffpunkt: Heinzelm\u00e4nnchenbrunnen, Am Hof<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-light-gray-background-color has-background\">Gruppenpreis: \u20ac 205,- (Erwachsene) \/ \u20ac 175,- (Kinder und Jugendliche)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-yellow-background-color has-background\"><a href=\"https:\/\/buchung.insidecologne.de\/de\/buchung?tid=9\">Diese Veranstaltung (R\u00f6misches K\u00f6ln) anfragen oder buchen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/insidecologne.de\/angebote\/koelner-stadtgeschichte\/\" target=\"_blank\">F\u00fchrungen zur Stadtgeschichte<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/chronik-der-stadt-koeln\/\">Chronik der Stadt K\u00f6ln<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.cologneweb.com\/rgm-3.htm\">Begr\u00e4bnisse im fr\u00fchen K\u00f6ln<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/cologneweb.com\/AbisZ\/service\/agrippina\/\">Agrippina<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/historischesarchivkoeln.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Das Digitale Historische Archi<\/a><a href=\"https:\/\/historischesarchivkoeln.de\/search.xhtml\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">v K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anf\u00e4nge K\u00f6lns &#8211; von der Ubierstadt zum Rom des Nordens Die Urspr\u00fcnge der Stadt K\u00f6ln finden sich in r\u00f6mischer Zeit. Die Geschichte der R\u00f6mer im Rheinland beginnt mit keinem Geringeren als Gaius Julius Caesar, der sich 58 v.Chr. vornahm, ganz Gallien zu erobern. 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