Was macht einen attraktiven Arbeitgeber aus?

Was macht einen attraktiven Arbeitgeber aus?

So stark wie in den vergangenen Jahren war der Wandel der Arbeitswelt und vor allem die Veränderung der Erwartungshaltung von Arbeitnehmern an Unternehmen nie. Die Babyboomer-Generation geht in den nächsten Jahren in Rente. Damit verabschiedet sich ein eher traditionalistisches Bild von Arbeit in den Ruhestand. Die Nachrückenden müssen nun gleichsam mit der digitalisierten Arbeitswelt dafür sorgen, dass Arbeit von morgen möglich wird.

Strukturen neu denken und Veränderungsprozesse gestalten

Der Mensch ist grundsätzlich eher sicherheitsliebend und steht Veränderungen eher skeptisch gegenüber. Veränderung in der Arbeitswelt ist allerdings nahezu organisch und wird zunehmend durch Digitalisierung und Veränderung des Generationen-Mindsets beeinflusst. Diese Veränderungen umfassen zum einen die Frage nach Arbeit und Nachhaltigkeit und zum anderen den Punkt lebenslanges Lernen. Jeder neue Prozess und jede Veränderung bergen allerdings große Herausforderungen für den Arbeitgeber: Wie nehme ich alle Mitarbeiter mit? Diese Frage kann man gut mit einer Faustregel beantworten: 20-60-20. 20 Prozent der Mitarbeitenden sind direkt von der Veränderung überzeugt, 60 Prozent sind grundsätzlich dafür und lassen sich gut mitnehmen, aber die anderen 20 Prozent sind starke Skeptiker, die man wohl nicht überzeugen wird.

Tipps für Arbeitgeber

Was können Arbeitgeber also konkret machen, wenn sie dem Unternehmen einen zeitgemäßen Schubs geben wollen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit und Mitarbeiterbindung zu gewährleisten? Wir haben einige Punkte zusammengetragen, die hier als erste Impulse dienen können:

  • Kommunikation ist das A und O: Ziehen Sie Ihren Betriebsrat und Ihre Belegschaft zeitig in die Ideen ein – starten Sie vielleicht eine Bedarfsermittlung.
  • Lassen sie die überzeugten 20 Prozent mitarbeiten: Wenn die Kollegen sehen, wie toll die Neuerung ist und dass sie wirklich funktioniert, haben Sie quasi schon 80 Prozent auf Ihrer Seite.
  • Holen Sie regelmäßig Feedback ein: Welche Ängste und Befindlichkeiten gibt es und wieso? Nur wenn Sie diese Hürden abbauen, gelingt es Ihnen voranzukommen.
  • Verstehen Sie die formellen und informellen Strukturen: Nur wenn Sie wissen, welche Mitarbeiter in der Belegschaft als Schnittstelle dienen, wissen Sie, wen Sie zuerst überzeugen müssen.

Zusammengefasst geht es bei zeitgemäßem unternehmerischem Handeln um den Fokus auf die lernende Organisation. Die Überschneidungen zwischen Organisations- und Personalentwicklung sollten dabei optimal genutzt werden, um eine nachhaltige Architektur des Lernens zu etablieren.