Straffällige brauchen Hilfe
Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, brauchen Hilfe -
besonders, wenn sie zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurden. Sie brauchen
Hilfe von der Gesellschaft, in der sie nach Verbüßung ihrer Strafe weiterleben
werden. Häufig sind Strafgefangene durch zerrüttete Familienverhältnisse,
Arbeitslosigkeit oder Sucht in Schwierigkeiten geraten und in die Kriminalität
abgerutscht. Häufig fehlt in der Haft die Unterstützung durch die Familie oder
Freunde. Die Strafe ändert normalerweise nichts an der Sucht, an Schulden, an
Beziehungsschwierigkeiten. Menschen, die zu einer Haftstrafe verurteilt
wurden, leiden häufig unter der Isolation. Wenden sich Angehörige ganz ab, sind
Angst und Unsicherheit die Folgen. Vorurteile in der Bevölkerung erschweren es
Strafgefangenen, Anschluß an andere Menschen zu finden und in die Gesellschaft
wieder integriert zu werden. Nach langer Haft müssen Strafgefangene vieles neu
lernen, um den Alltag zu bewältigen.
Rechtzeitige Hilfe zahlt sich aus.
Kontakte und Gespräche mit Menschen, die von außen kommen, helfen den
Strafgefangenen. Rechtzeitige Hilfe fördert den Neustart in ein selbständiges
Leben, rechtzeitige Hilfe kann den Rückfall verhindern, kann Kosten für unsere
Gesellschaft sparen. |