Der Heinzelmännchenbrunnen


Das Brunnendenkmal wurde 1899 vom Kölner Verschönerungsverein gestiftet. Anlaß war der 100. Geburtstag des schlesischen Dichters August Kopisch (1799 -1853), der die Ballade von den Heinzelmännchen zu Köln verfaßt hat.
Möglicherweise bezieht sich die Geschichte nicht auf Köln am Rhein, sondern auf das Dorf Cölln an der Spree (seit 1432 mit Berlin zur Stadt zusammengeschlossen). Kopisch hat dort (heute Berlin-Mitte) gewohnt. Heinzelmännchenbrunnen
Wie war zu Köln es doch vordem
Mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul, man legte sich
Hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
Ehe man´s gedacht,
Die Männlein und schwärmten
Und klappten und lärmten,
Und rupften
Und zupften,
Und hüpften und trabten
Und putzten und schabten
Und eh ein Faulpelz noch erwacht,
War all sein Tagewerk - bereits gemacht!

Das komplette Gedicht

Gefallene Heinzelmännchen Die Kölner Bildhauer Eduard und Heinrich Renard gestalteten den Brunnen im Stil der volkstümlichen Gotik aus Sandstein und Schmiedeeisen. Vor einigen Jahren wurde er restauriert; dabei mußte die Figur der neugierigen Schneidersfrau (Neugierig war des Schneiders Weib) durch eine Kopie ersetzt werden.

Der Heinzelmännchenbrunnen steht vor dem Brauhaus Früh, an der Straße Am Hof, zwischen Domhotel und Hohe Straße.
Mehr darüber im Kölner Altstadtführer
Die Heinzelmännchen-Ballade auf Englisch

© Fotos: Thomas Plum 2005

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