Wie bereits erwähnt, hat Creatures leider
noch viele Bugs, deren Folgen von kurios bis katastrophal reichen.
Eine der relativ harmlosen Erscheinungen sind fliegende Zitronen.
Eines schönen Tages wandert Dir plötzlich einfach so
eine einsame Zitrone quer über den Bildschirm. Und dann passiert
das wieder und wieder. Das ist weiter nicht schlimm, denn Deine
Norns lassen sich durch solche Kleinigkeiten nicht aus der Fassung
bringen. Du solltest allerdings lieber nicht versuchen, die gelben
Flugobjekte einzusammeln, denn erstens hilft das nicht, und zweitens
riskierst Du, daß das Programm abstürzt. Der Grundsatz
"Finger weg!" gilt generell für alle Dinge, die
sich auf einmal anders verhalten als sonst. Wenn Du Glück
hast, verschwindet das Problem nämlich von selber, wenn Du
Pech hast, mußt Du Creatures neu installieren. Und wenn
Du Dich "einmischst", hast Du meistens Pech.
Problematischer als die fliegenden Zitronen
sind Möhren, die nicht mehr wachsen wollen. Normalerweise
wachsen die Möhren innerhalb relativ kurzer Zeit nach, so
daß das Feld eigentlich nie ganz leergeräumt ist. Sollte
das bei Dir plötzlich nicht mehr passieren, mußt Du
Creatures neu installieren. Es sei denn, Du hättest bereits
das Christmas-Pack, von dem im nächsten Kapitel die Rede
sein wird. Denn darüber kannst Du Truthähne und Plumpudding
in genügender Menge als wertvolles Futtermittel importieren,
so daß Du mit der defekten Welt weiterspielen kannst.
Es soll auch schon Eier gegeben haben, die
nicht ausgebrütet werden konnten. Hierfür kann es allerdings
noch andere Ursachen als einen Bug geben.
Wieviele Norns hast Du im Spiel? Wenn es zuviele
sind, schließt sich der Brutkasten und es werden auch auf
natürlichem Wege keine Eier mehr ausgebrütet. Exportiere
einen Teil der Norns. Wenn sich der Brutkasten wieder öffnet,
können die Eier ausgebrütet werden.
Wenn Du Dein Ei auf natürlichem Wege schlüpfen
lassen willst, es sich dann aber plötzlich nicht mehr weiterentwickelt,
so kann das daran liegen, daß Deine Norns es bewegt haben.
Versuch, ob es im Brutkasten schlüpft.
Wenn Du diese beiden Ursachen ausschließen
kannst, wird Dir wohl nicht viel anderes übrigbleiben, als
Dein "ewiges" Ei als "Denkmal für den ungeborenen
Norn" in Deine Welt zu integrieren.
Gewarnt werden muß auf alle Fälle
vor dem "schwarzen Loch" hinter dem Möhrenautomaten.
Laß niemals einen Gegenstand (oder noch viel schlimmer -
wenn Du schon mit Cheats arbeitest - einen Norn!) über dem
Möhrenautomaten auf der Insel fallen, denn damit gerät
er gewissermaßen "hinter die Kulissen" und Du
bekommst ihn nicht mehr zurück! (Bei Norns: den Norn sofort
exportieren, dann kannst Du ihn noch retten.)
Manchmal verselbständigen sich auch die
Fahrzeuge in Albia. Mir ist z.B. einmal der Wagen, der Leuchtturm
und Grendelinsel verbindet, plötzlich quer durch Dusche und
Destille gefahren. Dummerweise habe ich versucht, ihn in die andere
Richtung zurückzuschicken. Doch als ich den Pfeil nach links
angeklickt habe, blieb der Wagen stehen und rührte sich gar
nicht mehr. Kurz darauf kam die Meldung, daß ein Fehler
im Programm aufgetreten sei und die Anwendung geschlossen werde.
Danach ließ sich Creatures nicht mehr starten und mußte
neu installiert werden. Hätte ich den Wagen in Ruhe gelassen,
wäre vielleicht gar nichts passiert.
Mehrfach wurde inzwischen schon berichtet,
daß das U-Boot versunken sei, und zwar komplett aus dem
Spiel hinaus. Dramatisch wird so etwas natürlich dann, wenn
sich noch Norns an Bord befinden. Dann kannst Du nur versuchen,
sie so schnell wie möglich zu exportieren, sonst sind sie
weg.
Gelegentlich sollen auch Norns spurlos verschwunden
sein. Wenn sie nicht mehr angezeigt werden, läßt sich
leider gar nichts machen, und Du mußt Dich schweren Herzens
mit dem Verlust abfinden. Zum Glück passiert so etwas höchst
selten.
Abnorme Verhaltensweisen oder Eigenschaften
eines Norns haben in der Regel nichts mit einem Bug zu tun, sondern
stellen mehr oder weniger starke Mutationen dar. Dazu gehören
etwa die sogenannten "Sweet-Norns" mit um die 90% Lebenskraft
und die "Highlander" mit 100%, aber auch "Sleepy
Norns", die sich regelrecht zu Tode schlafen, oder "Shivering
Norns", die immer wieder von Zitteranfällen geschüttelt
werden. Hin und wieder wird von Weibchen berichtet, die sich ganz
normal entwickeln, schwanger werden, dann das Ei aber nicht normal
austragen, sondern in eine Art Dauerschwangerschaft verfallen.
Dabei handelt es sich möglicherweise um eine hormonelle Störung,
an der Du aber erst einmal nichts ändern kannst.
Früher oder später wird es wahrscheinlich
auch Dir einmal passieren, daß sich Creatures nicht mehr
starten läßt. Was nun? Das Spiel muß wahrscheinlich
neu installiert werden. Natürlich möchtest Du jetzt
nicht alle Deine Norns, Photoalben, Grabsteine und Gendateien
verlieren. Also legst Du als erstes außerhalb von Creatures
einen neuen Ordner an, den Du z.B. "Notfall" nennst.
Da packst Du alle .exp-Dateien hinein, die Bilder, die .PhotoAlbum-Dateien
und den ganzen Ordner "Genetics". Erst dann installierst
Du das Programm neu und kannst nun die Dateien einfach in das
neue Creatures herüberholen.
Möglicherweise brauchst Du aber auch gar
nicht neu zu installieren, da der Fehler sich nur in Deiner Welt
befindet. Versuche also zuerst folgenden Trick: Du findest im
Creatures-Verzeichnis eine Datei namens "world.sfc".
Lösche diese. Außerdem gibt es eine Datei "eden.sfc".
Davon machst Du eine Kopie und benennst sie in "world.sfc"
um. Mit dieser neuen "world.sfc" überschreibst
Du nun noch die Datei gleichen Namens im Ordner "TempBu"
und im Ordner "Backup". Wenn Du Glück hast, läuft
jetzt alles wieder normal und Du hast nur Deine Punktesammlung
verloren.
Um solchen Verlusten vorzubeugen, kannst Du
natürlich auch von Zeit zu Zeit die "world.sfc"
kopieren und diese "KOPIE VON world.sfc" immer mal wieder
mit einer Kopie der aktuellen Datei überschreiben. Da die
Kopie ja auf alle Fälle aus der Zeit vor dem Programmabsturz
ist, also eine intakte Welt beinhaltet, kannst Du statt der "eden.sfc"
Deine Kopie verwenden, ansonsten aber genau wie oben verfahren.
Und sollte sich eine Neuinstallation nicht vermeiden lassen, kannst
Du sie in Deinen "Notfall"-Ordner verschieben und nach
der Installation wieder die entsprechenden Dateien mit ihr überschreiben.
So lassen sich die Folgen eines "Weltuntergangs" auf
ein Minimum reduzieren.
Yvonne
Plum